24.02.2020

Fleischproduktion 2019 um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken

Unternehmen erzeugen weniger Schweinefleisch, aber mehr Rind- und Geflügelfleisch

WIESBADEN. Im Jahr 2019 haben die gewerblichen Schlachtbetriebe in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 59,7 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet. Einschließlich des Geflügels erzeugten die Unternehmen insgesamt knapp 8,0 Millionen Tonnen Fleisch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die erzeugte Fleischmenge damit gegenüber 2018 um 1,4 %. Der Rückgang ergibt sich aus der geringeren Schweinefleischerzeugung, während die Produktion von Rind- und Geflügelfleisch gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

 

Schweinefleisch: Schlachtmenge um 2,6 % gesunken

Mit 55,1 Millionen geschlachteten Tieren im Jahr 2019 ging die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,0 % zurück. So verringerte sich die Zahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 3,4 % auf 51,8 Millionen Tiere, während die Zahl importierter und in Deutschland geschlachteter Schweine um 2,7 % auf 3,3 Millionen anstieg. Insgesamt wurden 2019 dadurch 5,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch und damit 2,6 % weniger als 2018 produziert.

Rindfleisch: Schlachtmenge um 0,9 % gestiegen

Die Zahl geschlachteter Rinder sank 2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf 3,5 Millionen Tiere. Da aber das durchschnittliche Schlachtgewicht zunahm, stieg die Schlachtmenge im Jahr 2019 um 0,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,1 Millionen Tonnen Rindfleisch.

Geflügelfleisch: Schlachtmenge um 0,8 % gestiegen

Die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch lag 2019 mit 1,6 Millionen Tonnen um 0,8 % über dem Vorjahreswert. Es wurde 1,5 % mehr Fleisch von Jungmasthühnern erzeugt. Auch die Erzeugung von Putenfleisch (Truthuhnfleisch) erhöhte sich um 0,7 %.

Zehnjahresvergleich: Schlachtmenge von Geflügel seit 2009 um 22 % gestiegen

Von 2009 bis 2019 ist die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch um 22 % gestiegen, während die produzierte Menge an Schweine- und Rindfleisch – mit leichten Schwankungen in einzelnen Jahren – in etwa auf dem gleichen Niveau geblieben ist.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 036 vom 5. Februar 2020

 


< Back