01.03.2021

Geflügelhaltung weitergedacht

Dem idw zu Folge haben Agrarwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Göttingen und des Friedrich-Loeffler-Instituts untersucht, ob die Nutzung lokaler Hühnerrassen und deren Kreuzungen sowie die Fütterung mit heimischen Ackerbohnen statt importiertem Soja eine Alternative für die Geflügelproduktion darstellen kann. In dem dreijährigen Projekt wurden zwei lokale Rassen sowie Elterntiere aus der Wirtschaftsgeflügelzucht und deren Kreuzungen hinsichtlich der Mast- und Legeleistung charakterisiert.

"Ziel war es, nicht nur einen Aspekt zu betrachten, sondern die ganze Wertschöpfungskette von der Eignung der Rassen und der Futterpflanzen über die Tiergesundheit und die Produktqualität bis hin zu den Verbrauchererwartungen zu analysieren", so Prof. Henner Simlaner von der Universität Göttingen, der das Projekt koordinierte. In dem Projekt kam Futter zum Einsatz, dessen Eiweißkomponente vorrangig aus einheimischen Ackerbohnen statt Sojaschrot bestand. Entgegen früheren Berichten erwiesen sich die in der Ackerbohne enthaltenen antinutritiven Substanzen als unproblematisch. 

Einige der geprüften Hühnerkreuzungen, besonders die Kombination Bresse Gaulloise und White Rock, zeigten eine ansprechende Legeleistung der Hennen, während die Mastleistung der Hähne hinter kommerziellen Broilerlinien zurückblieb. Die Kreuzungstiere der alten Rassen wurden auch in der Praxis getestet. Positiv fiel nicht nur die höhere Anzahl der Eier der Kreuzungstiere im Vergleich zu den alten Rassen auf, sondern auch das friedliche Verhalten der Tiere.


 

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Quelle: Pressemitteilung von 10.02.2021; Informationsdienst Wissenschaft