21.04.2021

Modellregion nachhaltige Nutztierhaltung Südniedersachsen

 

Das Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz berichtet in einer Pressemitteilung über ein neues Vorhaben für eine nachhaltige Nutztierhaltung in Südniedersachsen:

Startschuss für die „Modellregion nachhaltige Nutztierhaltung Südniedersachsen": Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat das Projekt in der Trägerschaft des Landvolks Göttingen jetzt bewilligt. Bis 2023 steht der Initiative nun eine Zuwendung von rund 190.000 Euro für die Umsetzung des Modellprojektes zur Verfügung. Der Projektträger beteiligt sich mit eigenen Mitteln in Höhe von rund 70.000 Euro an der Finanzierung.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Die Modellregion will nachhaltige Haltungssysteme von Nutztieren in der Landwirtschaft etablieren und regionale Wertschöpfungsketten stärken, und zwar von der Herstellung, über die Verarbeitung, bis hin zur Vermarktung. Das ist genau der richtige Ansatz! Nicht erst seit Corona wissen wir, wie wichtig regionale Netzwerke sind." Die Region Südniedersachsen biete sich als Modellregion besonders an, da die Landwirtschaft hier vergleichsweise klein strukturiert ist. Zudem verfügt das südöstliche Niedersachsen über eine geringe Viehdichte, in der dennoch Bezüge zur landwirtschaftlichen Nutztierhaltung vorhanden sind. Ministerin Otte-Kinast: „Alternative Tierhaltungsformen und regionale Wertschöpfung passen hier gut zusammen!"

Das Landwirtschaftsministerium hatte im vergangenen Jahr bereits eine Vorstudie mit rund 38.000 Euro gefördert. Die zentrale Frage lautete: Gibt es in der Region genügend Landwirte, Lebensmittelverarbeiter, Händler, Gastronomen und Verbraucher, die sich an der Wertschöpfungskette einer nachhaltigen Tierhaltung beteiligen? Die Analyse fiel positiv aus - die Ergebnisse bilden nun die Grundlage für das Modellprojekt. Wichtige Arbeitsfelder bestehen darin, die Wertschätzung der Konsumenten für regionale Produkte zu erhöhen, Netzwerke zwischen Verarbeitern und dem regionalen Handel aufzubauen und die Verbraucherinteressen bei der Produktion der Lebensmittel mit einzubeziehen. Um die Marktchancen der Produkte zu verbessern, unterstützt die Georg-August-Universität Göttingen mit Prof. Dr. Achim Spiller das Modellprojekt mit einem Forschungsvorhaben. Die Studie „Analyse von Vermarktungswegen für Erzeugnisse einer nachhaltigen Nutztierhaltung am Beispiel Südniedersachsens" wird mit rund 60.000 Euro mit Landesmitteln unterstützt. Die Ergebnisse der Studie sollen im ersten Quartal 2022 vorliegen.

Die Partner der Modellregion wollen mit der Umsetzung der Ergebnisse der im vergangenen Jahr durchgeführten Vorstudie jetzt direkt beginnen. Projektleiterin Anna-Marie Bürger: „Die landwirtschaftlichen Betriebe, die Interesse an einer Projektpartnerschaft bekundet haben, können wir jetzt beim nachhaltigen Umbau ihrer Tierhaltung und bei der Einrichtung neuer Absatzmöglichkeiten für ihre besonderen Produktqualitäten unterstützen!"


Pressemitteilung vom Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 12.04.2021