27.01.2020

WING auf der Farm & Food 4.0-Konferenz in Berlin

Über 500 Teilnehmer auf der 5. Farm & Food in Berlin.

Der Deutsche Bauernverlag teilt mit, dass die fünfte Farm & Food am Montag, den 20.01.2020 in Berlin ausverkauft – und ein voller Erfolg war. Mehr als 500 Gäste aus Landwirtschaft, Industrie, Politik, Wissenschaft, Lebensmittelproduktion und Startup-Szene waren der Einladung von Farm & Food gefolgt. Laut Farm & Food kam das in diesem Jahr erstmalig dezentral organisierte Programm bei den TeilnehmerInnen sehr gut an. Nach dem Grußwort von Matthias Lech, Project Lead Farm & Food, präsentierte Dr. Andreas Möller das Programm und begrüßte die ersten Speaker des Tages auf der Bühne: Joe Bassett von Dawn Equipment (USA), Julia Harnal, BASF und Eostas CEO Volkert Engelsman, Aidan Conolly (Cainthus) diskutierten nach ihren Keynotes im ersten Panel unter dem Titel Disruptive Agriculture.

(Quelle: Pressemitteilung Farm & Food 2020, 20.01.2020)

 

Die neue Welt der Proteine

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Wilhelm Windhorst, dem Wissenschaftlichen Leiter des WING, sprachen Brian Sprears (New Age Meats), Laura Gertenbach (Innocent Meat), Marcus Keitzer (Wiesenhof), Fabio Ziemssen (BALpro), Hubertus Paetow (DLG) und Bernhard Krüsken (Deutscher Bauernverband) über die neue Welt der Proteine als nachhaltigere Alternative zur konventionellen Produktion.

Die Akzeptanz von Produkten aus Zellkulturen durch den Konsumenten wurde insbesondere für die USA, Indien und Singapur gesehen, da diese Produkte hier eher als Chance wahrgenommen werden. Zudem sei die Risikobereitschaft in Deutschland, in neue Ideen und in Start-ups zu investieren, geringer als in den USA.

Eine Hürde für die Einführung von neuen Produkten in Deutschland stelle die Novel-Food-Verordnung dar. Diese greife beispielsweise für das aus Mungobohnen hergestellte Produkt „Just Egg“, das eigentlich schon für das vierte Quartal 2019 von der PHW-Gruppe (Wiesenhof) angekündigt war.

Mit der Frage, ob die angesteuerten Produktmengen zukünftig auch ohne Antibiotika hergestellt werden können, sprach Prof. Windhorst zudem das Problem des Upscaling an. Auch wurde über die entstehenden Stoffwechselprodukte und deren Trennung vom Fleisch aus Zellkulturen diskutiert.

Keitzer mahnte an, dass sich Deutschland seine Technologieoffenheit bewahren müsse, denn global gesehen, werden die neuen Technologien nicht zu stoppen sein. Es müsse sich aber eine Ressourceneffizienz einstellen, so Krüsken. Momentan produziere man ein Protein und ersetze damit ein anderes.

 

WING informiert auf der Farm & Food

Das WING war auch als Aussteller auf der Konferenz vertreten. Auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß das Projekt „Transparenzoffensive in der Geflügelwirtschaft“ sowie die neuen Forschungsergebnisse zu Schwellenländern im Kontext der Welt- und Eierwirtschaft. Das Team des WING konnte neue Kontakte knüpfen und Interesse für seine Forschungen initiieren.

 

Save the Date: Die nächste Farm & Food findet am 18. Januar 2021 in Berlin statt.

 

Eindrücke von der Farm & Food 4.0 in Berlin


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